Der Neubau des Kindergarten in Horns kommt gut voran. Bereits ist das Prinzip der raumbildenden Boxen sichtbar, der innere Raum mit den angegliederten Nischen spürbar.

Ebenfalls schön sichtbar ist das Konstruktionsprinzp: Ein Massivbau, der möglichst simpel und klar konstruiert ist. Einsteinmauerwerk, Mauerwerk und Beton. Beton aber nur dort, wo nötig, also als Stützen, Scheiben und Sockel. So kann der Anteil an CO2-haltigem Beton reduziert werden und das spätere Trennen und Recyclen der Materialien wird vereinfacht. Eine Mauer ist eine Mauer – rein mineralisch, keine verklebte Schichtung von Folien, Dämmungen, Dichtungsbahnen, Klebern, Polyurethan und Mauerwerk.

 

Im Rahmen des Micro-symposium «Pioneering the Potential 2021» das vom fourthdoor magazin organisiert wird, werde ich am Freitag abend einen kurzen Vortrag über die Eschenholzstruktur des Gemeinschaftsgebäude am Ekkharthof halten. Aus ökologischen terminlichen Gründen habe ich den Vorschlag gemacht, die Anwesenheit vor Ort in Lewes durch eine Live-Übertragung und eine Führung per Zoom direkt aus dem Ekkharthofgebäude zu ersetzen. Dadurch wird es möglich, dass man mir auch aus der Schweiz dabei zusehen kann, wie ich radebrechend versuche, auf Englisch etwas über eingeleimte Gewindestangen («glued-in threaded rods», meint deepl) zu erzählen.

Danke an Oliver Lowenstein für das Interesse an unserer Arbeit und an die Schweizerische Botschaft in London, dass sie den Anlass unterstützt, obwohl ich das Flugticket verfallen lasse..

Hier der Zoom-Link:

Meeting ID: 869 0668 9801
Passcode: 788865

 

Ebenfalls im fourthdoor magazin erschienen ist eine ausführliche Besprechung des Gemeinschaftsgebäudes am Ekkharthof.

 

 

Rund 8 Jahre nach der Fertigstellung wird das Schulhaus am Wettingertobel im Rahmen von Open House Zürich noch einmal für das Publikum (und für uns…) geöffnet. Zusammen mit der ARGE von damals, also mit Daniel Nyffeler und Christoph Mathys von Joos & Mathys, werden ich am Samstag, dem 02.10.2021 von 13.00 bis 18.00 vor Ort sein und Führungen anbieten. Wir sind gespannt, wie das Projekt gealtert ist und freuen uns darauf, wieder einmal durch das Haus zu gehen.

Überhaupt empfehlen wir einen Blick auf das Programm der diesjährigen Open-House-Veranstaltung. Es kann eine grosse Zahl von Bauten besichtigt werden, die sonst nicht zugänglich sind – und die zu besuchen sich lohnt!
Besondere Empfehlungen von meiner Seite sind:

Und nicht zuletzt: Danke an den Verein «Open House Zürich» und an alle Volonteers, die eine so aufwändige Veranstaltung erst möglich machen!

 

Die Sanierung und Erweiterung des Haus T. – eines Häuschens aus den 1950er Jahren – hat begonnen und bereits ist der Anbau sichtbar. Er erweitert das bestehende Garagenvolumen nahtlos mit einem Carport, während die bestehende Garage zur Küche wird. In ihrer neuen Fassung wird sie ein klein Wenig an einen Eisenbahnwagon erinnern und der Aussensitzplatz wird eng mit der Küche verbunden – die Arbeitsplatte der Küchenzeile läuft von Innen nach Aussen durch, mit dem Öffnen eines grossen Schiebefensters kann die Küchentheke auch aus dem Garten benutzt werden.

Nachtrag: Das Projekt ist nun fertiggestellt und hier dokumentiert.

 

Gerade noch vor den Sommerferien konnten wir zusammen mit den Handwerksbetrieben, der Baukommission, den Planenden und Vertreterinnen der Schule die Aufrichte der Erweiterung der Schulanlage in Landschlacht feiern. Wir wünschen allen Projektbeteiligten schöne Sommerferien und bedanken uns herzlich für die saubere Arbeit – und bei der Bauherrschaft für das schöne Fest!

 

Bereits 7 Jahre nach dem gewonnen Wettbewerb ist Anfangs dieser Woche der Spatenstich für den neuen Kindergarten in Horn erfolgt. Wir freuen uns sehr darauf, dass dieses Projekt nun doch noch realisiert wird.

Beim Schaufelwettbewerb «Kinder versus Baukommission» haben übrigens die Kinder mit Vorsprung gewonnen. Ein gutes Zeichen.

Zur Zeit richtet Krattiger Holzbau die Einheiten 3 bis 5 des Lindenhofs auf. Im halbfertigen Rohbau wird das Auf- und Ab der abwechselnd gegeneinander gespiegelten, als Splitlevel organisierten Einheiten schön sichtbar. Und beim Begehen der Baustelle bekommt man unweigerlich einen Ohrwurm….

 

Vengaboys – «Up and Down» 

We have already in the past produced records
These records were successful
And produced considerable results
But the funds have been spent
And very well spent
And for this reason we’re
now producing
a new, unique record
called Up and Down
Up and down
Up and down
And up and down
Up and down
Up and down
Up… and down
Up and down
Up and down
And up and down
Up and down
Up and down
Up and down
Up and down
And up and down
And up and down
And up and down
And up and down
And up and down
Up and down
Up and down
Up and down
Up and down
Up and down
Up and down
Up and down
Up and down
Up and down
Up and down
etc.

 

Es sind neue Bilder von Lucas Peters vom Ekkharthof eingetroffen – und machen uns so viel Freude, dass wir sie hier kurz erwähnen möchten. Vor allem jene vom Gemeinschaftsgebäude zeigen neue Aspekte, da beim ersten Phototermin die Umgebung, das Heizungshaus und der Ekkharthofplatz noch nicht vollendet waren. Auch diverse bislang nicht gezeigte Details vom Schulhaus erinnern mich wieder an die Leidenschaft und Sorgfalt, mit der unser Team (Projektleiter Carlos Wilkening, Carmen Diaz, Caroline Schillinger) die Ausführung geplant hat, an die Geduld und Beharrlichkeit des Baumanagements (Heide Carrilho und Philipp Klay der Forster Burgmer AG) sowie natürlich an die unglaublich guten Handwerksbetriebe, welche die Herausforderungen dieser Bauten gemeistert haben. Man beachte etwa die Stufenmarkierungen aus Blaustein sowie die daran angepasste, zweifarbige Kittfuge im Treppenhaus des Schulhauses..

 

Die Hauptattraktionen am Umbau des Dachgeschosses an der Claridenstrasse sind sicherlich der Raum und das Licht. Der nach oben geöffnete Dachstuhl, die inszenierte Betonstruktur und die Serie von Oblichtern im Firstbereich prägen den komplett weiss und grau (Steinholzboden) gehaltenen Raum, der seine materielle und farbliche Gestaltung weitgehend vom Urzustand, einem Archivraum, bekommen hat. Aber auch bei einer noch so reduzierten Raumgestalt konnten und wollten wir nicht auf einige besondere Details verzichten – etwa die Lüftungsauslässe mit ihrer zeittypischen Motivik oder die nicht weniger zeittypischen Stossgriffe der Türen aus schwarz gebeizter, gedrechselter Eiche und poliertem Aluminium. Die Bilder aus der Werkstatt der Schreinerei Hechelmann machen Freude – und wir können es kaum erwarten, bis die Endmontage stattfindet.

 

Es handelt sich bei eine CoSubstratannahmestelle im Wesentlichen um eine Maschine im Format eines Gebäudes. (Mehr dazu hier oder auf der Seite der AVA Altenrhein.) Die zu schützenden Maschinen und die technischen Bedingungen – etwa die Kipphöhe eines Lastwagens – führte zu einer skulpturalen Volumetrie, die mittels einer Holzfassade gegliedert und gestaltet und so ins architektonische Gesamtkonzept der AVA Altenrhein integriert wird.

Auf der anderen Ende der Massstabsskala arbeiten wir mit Abwurfsblechen, die als Simse ausgebildet sind, mit kleinen Rundungen bei den Dachabschlüssen, mit zweifarbigen Lasuren auf dem Holz oder mit Auslässen der Hinterlüftung, die wie ein gezahntes Abschlussfries den Baukörper gegen oben beendet.
Und für den Übergang von Holzfassade zu Betonsockel haben wir uns etwas Besonderes ausgedacht. Als wir diese Stelle mit dem Holzbauer besprochen haben, meinte dieser zum Gefälle der Krone des Betonsockels: «Je steiler, desto besser für das Holz.» Dies, weil weniger Schnee liegen bleibt und der Regen weniger stark an die Unterseite der Holzlatten spritzt.

Affirmativ haben wir uns daher entschieden, dieses holzbautechnische Detail zum gestalterischen Prinzip zu machen. Mit einem 45°-Winkel oder, wenn man so will, einer extrem grossen Dreikantleiste, schliesst der Sockel nach oben ab. Die Holzlatten werden unten entsprechend angeschnitten und verzahnen sich so optisch mit dem Betonsockel. Besonder schöne Details entstehen dort, wo die horizonalte 45°-Schräge mit der kleineren, vertikalen Dreikantleiste zusammentrifft.